Filed Under (Allgemein) by nic on 23-07-2010
Willkommen zum Wochenrückblick.
Nachdem der WDR uns im vergangenen Jahr bereits mit einer höchst fragwürdigen “Dokumentation” über eine angeblich von der Pharmaindustrie unterdrückte Wundersalbe staunen ließ, rät er uns nun zur ganzheitlichen Zahnmedizin. “Der WDR läßt mit seiner schlechten Recherche Patienten in ein offenes Messer rennen“, stellt Kidmed fest.
Stefan Niggemeier berichtet uns, wie ein Journalist seit Jahren die Statistik über den Krankenstand in Deutschland fehlinterpretiert – und wie Nachrichtenagenturen, Zeitungen und TV den Unfug doch immer wieder verbreiten.
Der neue (und letzte) Shrek-Film läuft in den Kinos. Die Autoren haben Shrek vor die Wahl gestellt: Entweder ein ein Leben als Vater, mit Frau und Freunden oder ein Leben in einer Diktatur, ohne Frau und ohne Freunde. Warum es sich hierbei um eine falsche Alternative handelt, erklärt Andreas Müller im Evo-Magazin als Teil seiner kinderfeindlichen Reihe, wie er selbst schreibt (siehe Links am Ende des Shrek-Artikels).
Quasi ebenfalls zum Thema “Kinderfeindlichkeit” zeigt uns das ZDF Auslandsjournal, welchen Stellenwert der Beruf des Lehrers in Finnland hat. Schnell anschauen, denn auch dieses Video muss leider bald wieder verschwinden, bedauert nicht nur Dennis auf seiner “silly little website“.
Die Schmunzler der Woche: Philipp und Philipp zeigen uns, wie der typische Beitrag in einer Wissenssendung funktioniert. Lena gesteht Ihre Liebe zu Stefan Raab in dieser Parodie des Switch Reloaded Teams. Der Postillon veröffentlicht ein geheimes Schnellrücktrittsformular für CDU-Spitzenpolitiker.
Richtig Mist gebaut und Job verloren? Das muss keine Auswirkungen auf eine ruhige und üppige Alterszeit haben, zumindest wenn man in der richtigen Branche ist. Der zurückgetretene Bischof Mixa erhält eine Pension von 5.400 EUR monatlich – und zwar vom Staat, berichtet Telepolis. Das ist ein Teil der 450 Millionen Euro, die die Kirchen in Deutschland aus allgemeinen Steuergeldern (nicht etwa aus der Kirchensteuer) für Bischöfe, Pfarrer und Theologen erhalten. Doch auch diese Summe ist nur ein kleiner Tropfen: Allein im Jahre 2000 waren es in Summe über 9 Milliarden Euro an direkten und 7,5 Millarden Euro an indirekten (durch Steuerbefreiung u.ä.) Zuwendungen des Bundes und der Länder an die Kirchen: Dein Seinen gibt’s der Herr vom Staat, trägt Carsten Frerk vor.
Kornkreise, Bigfoot, Homöopathie, Astrologie und Entschlacken: Das alles und noch viel mehr Mist findet man hübsch übersichtlich aufbereitet im Periodensystem des irrationalen Unsinns. Ausgedruckt neben dem Fernseher könnte es nicht nur beim WDR-Schauen hilfreich sein.
Schönes Wochenende!

