Wochenrückblick vom 27.08.2010

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Vergangene Woche, um genau zu sein am 26.08.2010, wäre Mutter Teresa 100 Jahre alt geworden. Bernd Vowinkel stellt für die Regionalgruppe Köln/Bonn/Düsseldorf der Giordano-Bruno-Stiftung aus diesem Anlass die Frage: Ist Mutter Teresa der “Inbegriff der Nächstenliebe” oder doch eher der “Todesengel von Kalkutta”? Was die Bibel über die “Nächsten” schreibt,  ist in dieser Sammlung zusammen gestellt.

Ich greife nochmals das Thema Netzneutralität auf. Vor zwei Wochen hatte ich bereits zur Unterzeichnung einer “privaten” Petition aufgerufen. Nun möchte ich auf eine “offizielle” Petition an den Deutschen Bundestag hinweisen – die Petition ist zwar leider nicht sauber und konkret formuliert, aber einer Mitzeichnung sollte das nicht im Wege stehen. Was ich vor zwei Wochen schuldig geblieben bin, hole ich jetzt noch mit knappen Worten nach: Was wird eigentlich gefordert? Es geht darum, dass alle Daten im Internet unverändert und gleichberechtigt übertragen werden sollen, jeder soll uneingeschränkten Zugriff auf alle Inhalte haben, jeder soll alle Dienste nutzen können. Kein Anbieter soll sich eine Vorfahrt für seine Daten einkaufen können. Einen guten Überblick über die aktuelle Debatte liefert die Themenseite Netzneutralität bei Heise – die Meldungen machen auch deutlich, dass es sich bei der Forderung nach Netzneutralität nicht um bloße Theorie handelt, sondern dass es bereits eingeleitete konkrete Maßnahmen zur Abschaffung eben dieser gibt

Die deutsche Wirtschaft hat sich mittels einer gigantischen PR-Kampagne an die Öffentlichkeit (und natürlich auch die Politik) gewandt und sich für eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke ausgesprochen. Die ganze deutsche Wirtschaft? Keineswegs: Wer den Appell nicht unterschrieben hat, verrät die Zeit in diesem Artikel. Kernthese des Appells: Die Atomkraft muss als “Brückentechnologie” erhalten bleiben. Gerne verschwiegen wird die Tatsache, dass wir uns ja bereits auf dieser Brücke befinden – der Atomausstieg wurde ja nicht gestern beschlossen. Ganz frisch meldet die Zeit heute: “Das von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Gutachten zur Energiepolitik hält offenbar längere Laufzeiten für Atomkraftwerke für verzichtbar.”

Kurzhinweise:
- Stefan Niggemeier berichtet in seinem Blog über Schlaf- und Skandalbehörden: Warum 9Live ein Bußgeld von 115.000 Euro nicht bezahlen muss
- Das Handelsblatt zeigt auf, wie Wikipedia Markttheorien widerlegt
- Reporter ohne Grenzen ruft zu einer Petition auf: Die von der Todesstrafte bedrohte iranische Bloggerin und Menschenrechtsaktivistin Shiva Nazar Ahar soll frei gelassen werden
- Teil 2 und Teil 3 der sehr empfehlenswerten Videoreihe “Tatsache Evolution – Was Darwin nicht wissen konnte” sind erschienen
- und noch etwas Satire zum Schluss: Apple will in Österreich als Religion anerkannt werden

Schönes Wochenende!

Wochenrückblick vom 13.08.2010

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Oh je,  heute ist Freitag, der 13.! Wer mit diesem Gedanken heute aufgestanden ist oder mit gut gemeinten Warnungen seiner Mitmenschen bedacht wurde, dem sei dieser Artikel der GWUP emfohlen: Freitag, der 13. – Der „Unglückstag“ ist frei erfunden. Bei dem Aberglauben handelt es sich lediglich um eine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Es gibt weder mehr Unglücke noch Unfälle – noch nicht mal dann, wenn man heute zusätzlich noch unter einer Leiter hindurch läuft und den Schornsteinfeger nicht grüßt, weil man gerade einer schwarzen Katze hinterher schaut.

Ich möchte an dieser Stelle meinen Spendenaufruf für die Opfer der Fluten in Pakistan wiederholen. Es handelt sich um eine noch größere Katastrophe als der Tsunami 2004 oder das Erdbeben in Haiti. Leider können die Hilfsorganisationen derzeit nur eine geringe Spendenbereitschaft verzeichnen – wahrscheinlich aufgrund des schlechten Images Pakistans (was jedoch überhaupt nichts am Elend der Bevölkerung ändert!). Die geringe Spendenbereitschaft freut die islamischen Extrimisten, die sich als alleinige Wohltäter aufspielen können. Jetzt spenden!

Kampagnen der Woche:
- Ein freies Internet ohne staatliche oder wirtschaftliche Eingriffe als Garant für freien Meinungsaustausch weltweit fordert die Initiative Pro Netzneutralität. Eine entsprechende Petition kann hier unterzeichnet werden.
- Campact ruft zu einer Protest-Mail an CDU/CSU/FDP-Abgeordnete auf. Gefordert wird ein sozial gerechtes Sparpaket.

Wohin würde eine radioaktive Wolke aus den Atomkraftwerken Biblis oder Krümmel ziehen? Campact hat zu diesem Zweck je etwa 12.000 Ballons an den AKWs aufsteigen lassen und den Weg verfolgt. Das eindrucksvolle und erschreckende Ergebnis lässt sich hier betrachten. Weitere interessante Artikel aus der Welt des Atomstroms: “Die Bundesregierung rechnet’s vor: Laufzeitverlängerungen völlig unnötig.” und “TÜV bestätigt Risse an Isar 1.

Ebenfalls eindrucksvoll sind die Graphen auf Gapminder World: Die Web-Site visualisiert verschiedene Datensätze (z.B. Reichtum, Gesundheit, HIV-Verbreitung, Geburtenrate) getrennt nach Kontinenten und Ländern auf sehr anschauliche Weise.
Schönes Video: Tatsache Evolution – Was Darwin nicht wusste. Stammt der Mensch vom Affen ab? Populäre Irrtümer der Evolution werden hier recht verständlich beseitigt.

Eigentlich wollte ich heute ein neues Login-System in Betrieb nehmen, mit dem man sich bequem über vorhandene Facebook, Twitter & Co. -Accounts hier einloggen und Kommentare hinterlassen könnte. Ich habe jedoch bei dem Versuch resigniert, dies datenschutzkonform einzubinden. So gerne ich die Funktion auch einbinden würde – wie sollte ich denn meine Besucher darüber aufklären, wo welche Daten hierzu bei den Anbietern verarbeitet werden? Ich weiß es ja selbst nicht. Und bevor nachher jemand überrascht ist, dass im Internet eingegbene Daten auch tatsächlich irgendwo gespeichert werden, lasse ich lieber die Finger davon.

Datenschutz und Google StreetView war ein großes Thema diese Woche, nachdem Google ankündigte, den Dienst noch dieses Jahr in 20 deutschen Städten zu starten. Es ist schwer nachvollziehbar, dass dieser einzelne Dienst dermaßen dämonisiert wird und andere Dienste, die wesentlich tiefer in die Privatsphäre eingreifen (wie z.B. Facebook, VZ oder Google Analytics), kaum öffentlich diskutiert oder gar zum Auslöser für eine Gesetzesinitiative werden. Ein schönes Beispiel für die Unsachlichkeit der aktuellen Kritik  sind diese Damen und Herren aus Düsseldorf, die zwar keinesfalls ihr Haus in StreetView sehen möchten – jedoch kein Problem damit haben, wenn die Rheinische Post sie selbst mitsamt ihrem Haus und ihren Namen in Online- und Printausgabe zeigt. DonDahlmann twitterte zu diesem Thema: “Wenn Google den StreetView Gegner 3% Rabatt auf irgendwas anbietet, die Diskussion wäre beendet. Klappt bei Payback ja auch”. [Update] Ein sehr schöner Pro-Google-StreetView Artikel findet sich hier. [/Update]

flattr.com scheint seine Beta-Phase beendet zu haben und akzeptiert jetzt Anmeldungen von allen Internet-Benutzern. Über den Micropayment-Dienst können Betreiber von Internet-Seiten mit interessanten Inhalten finanziell unterstützt werden. Hierzu legt der Benutzer ein monatliches Budget fest (z.B. 2 Euro). Auf seiner Reise durch Blogs & Co. klickt der Benutzer fortan auf die kleinen flattr.com-Buttons, die sich auf immer mehr Web-Sites am Ende eines Artikels befinden. Am Ende des Monats werden die 2 Euro dann automatisch zu gleichen Teilen unter allen Artikelautoren aufgeteilt.

Schönes Wochenende!

1GOAL – Bildung für alle

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Filed Under (Allgemein) by nic on 07-06-2010

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